Presse-Ecke

 

Im November 2017 – anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Tanzschule Ballhaus Walzerlinksgestrickt – berichtete eine meiner Schülerinnen in der tageszeitung (taz) von ihren Erlebnissen in meinen Tanzkursen. Ich danke Katrin Bettina Müller für die Erlaubnis, den Artikel hier veröffentlichen zu dürfen.

Von Führenden und Folgenden

…Wisst ihr noch, was wir letzte Woche gelernt haben?, fragen sich kurz nach der Begrüßung viele der Teilnehmenden. Wir schauen unsere Füße an, wir sagen Namen von Figuren auf, wie die Schrittkombinationen genannt werden, aber noch finden Hirn und Körper nicht zusammen.

„Macht euch nicht draus, dafür bin ich ja da“, tröstet Gerd, der Tanzlehrer, dem wir jetzt schon seit mehr als fünf Jahren folgen, und wischt die kollektiven Seufzer beiseite. Es ist äußerst beruhigend, wie er schaut, was wir können, und die Stunde dem anpasst…

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Ebenfalls im November 2017 erschien in der Zeitschrift tanz (Theaterverlag) ein längerer Artikel über Rollenverständnis und „Benimm-Regeln“ im Gesellschaftstanz, für den ich zusammen mit einigen Kollegen interviewt wurde.

Vom Führen und Folgen

Leader und Follower haben Herrn und Dame verdrängt. Aber immer noch gilt: Auf dem Parkett zeigt sich, wie gut ein Paar miteinander kann

…Gerd Theerkorn… antwortet auf die Frage nach der Rollenverteilung und dem Verhaltenskodex in den Gesellschaftstänzen: «Wir vermitteln Tanzschritte, keine Etikette.» Der Regelkodex früherer Zeiten hat längst seine Gültigkeit verloren, nicht nur in den Tanzschulen, auch auf den kleineren oder größeren Bällen. Kein Mann muss mehr eine Dame vor dem Tanz vom Platz abholen oder danach wieder zurückbringen, und selbstverständlich fragt man heute die Dame und nicht ihren Begleiter, ob sie tanzen möchte. Und wird umgekehrt eben auch von den Damen gefragt. Dennoch gibt es Verhaltensregeln, die den allgemeinen Vorstellungen von Höflichkeit entsprechen… «Behandle die anderen so, wie du selbst behandelt werden willst», diese schlichte Devise macht sich laut Gerd Theerkorn nicht nur im Leben, sondern auch auf der Tanzfläche und im Ballsaal gut.

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